CONTAIN A CONVERSE

18.11-23.12.2022 am Weihnachtsmarkt Karlsplatz

 

Der Fachbereich Kunst mit erweiterter malerischer Raum-Aktion/Skulptur/Installation im öffentlichen Raum der Akademie der bildenden Künste Wien wird im Zeitraum vom 18. November bis 23. Dezember 2022 16 künstlerische Positionen der Studierenden im Art Container des Weihnachtsmarkt am Karlsplatz präsentieren. Die wechselnden Performances, Konzerte, Installationen und skulpturalen Arbeiten versetzen den Glas Container des Divina Art Kollektivs in ständige Transformation und möchten durch ästhetische, akustische und teils interaktive Erlebnisse die Besucher:innen einladen in einen wechselseitigen Dialog zu treten. Dabei geht es um das Konversieren selbst, Austausch zuzulassen, neue Blickwinkel zu erlangen und sich über das Bekannte und Vertraute hinauszubewegen.

 

Die Bühne wird zur Tribüne, der Ausstellungsort zum Atelier, ein Verkaufsraum zum Tagtraum. Zehn Mal wird der Container im besagten Zeitraum sein Erscheinungsbild transformieren, um den vielen verschiedenen Ausdrucksformen und visuellen Strategien des Interagierens Raum zu geben. Wir wollen über transparente Barrieren hinaus konstruktive Begegnungen ermöglichen, vermeintliche Kontroversen suchen, einen ästhetischen Dialog kreieren und ein spielerisches Interagieren initiieren. Einblicke ungewohnter Natur sollen den Weihnachtsmarkt-Besucher:innen neue Perspektiven eröffnen und das Spektrum an künstlerischen Herangehensweisen und ästhetischen Gesten weiter entfalten lassen.

 

Lehrende: Judith Huemer, Tobias Pilz

Konzept und Organisation: Evi Jägle und Daphne von Schrader

Künstler:Innen: Julian Mack, Claude Persichetti, Jan-David Grommas, Luis Penn, Benjamin Ben Amotz, Alexander Nefedyev-Skuridin, Daphne von Schrader, Oneka von Schrader, Miao Fangping, Dahye Hyun, Gwiyeon Han, Theo Bartenberger, Hanne Jannasch, Evi Jägle, Andreas Sahl Andersen, Helene Payrhuber, Inessa Saarits

THE GRID

Hallstatt 2021, Performative Intervention

 

Geplant waren Forschen, Beobachten, mit den Leuten vor Ort ins Gespräch kommen. Partizipation und Intervention. Doch Lockdown Nummer zwei zwingt die Studierenden in Distanzierung und Vereinzelung. Überall ist von Plattformen die Rede, physischen und digitalen, auf welchen können wir stehen? Wir werden ganz schön platt gemacht! Die Gruppe agiert hoch motiviert aus dem Untergrund und bohrt sich durch die „Mythen“ der Region. Ein Bronzeobjekt taucht auf – eine Prophezeiung? – auf der Insel? Wie fiktiv ist die Realität?

Bewegungs-/Aktions-/Interventionsradius Praterstern

 

Die künstlerischen Projekte von Tête-à-Tête setzen am Praterstern einen neuen gesellschaftlich und sozial relevanten Impuls. Exemplarisch soll das Projekt aufzeigen, dass Transitzonen auch Orte der Kunst und Kreativität benötigen, um inmitten des austauschbar kommerziellen Geschehens in Bahnhofseinkaufzentren die Seele der Stadt präsent werden zu lassen. Wir realisieren Kunst nicht, um ihr eine Funktion zu geben – es ist Aufgabe der Stadtregierung, hier adäquat aktiv zu werden. Vielmehr wollen wir eine „Parallelwelt“ initiieren, die irritiert, verwundert, interessiert, mit der Intention, dass es so zu einem Miteinander kommen könnte. Wichtig ist dabei, die ortsspezifische, historische und soziale Entwicklung wahrzunehmen und sich darauf einzulassen. Den Praterstern im 2. Wiener Gemeindebezirk passieren ober- und unterirdisch täglich mehr als 250.000 Menschen. Um hier neue Gestaltungs- und Handlungspotenziale zu aktivieren, wird dieser Ort im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffs im Zeitraum von Januar 2018 bis Juni 2019 von Studierenden bespielt. Tête-à-Tête, wortwörtlich „Kopf an Kopf“, bedeutet französisch ein vertrauliches Gespräch unter vier Augen. Im deutschen Gebrauch schwingt der romantische Unterton eines Rendezvous mit. Ein wichtiger Aspekt des Projektes Tête-à-Tête ist, dem Areal, den Menschen und Gruppierungen vor Ort nicht Meinungen oder künstlerische Äußerungen überzustülpen, sondern subtil und selbstverständlich Teil eines „Ganzen“ zu werden. Parallele Welten gewinnen so die Option zum „Verschmelzen“.